Normalerweise wäre die C-Terrasse im Frühling ein beliebter Ort, um Tischtennis zu spielen, zu entspannen oder in der Sonne zu arbeiten. Aktuell ist sie aufgrund der Fassadensanierung gesperrt.
Yara Lüdin
Die Arbeiten an der in die Jahre gekommenen Fassade des C-Gebäudes dauern seit Juli 2025 an. Seit März 2026 ist nun neben dem Grossteil des Innenhofes auch die Terrasse auf dem Dach der Turnhalle im C-Gebäude nicht mehr zugänglich. Dort findet die dritte Etappe der Fassadensanierung statt. An der Terrasse selbst wird nichts gemacht, sie muss aber aus Sicherheitsgründen gesperrt werden und ist nur als Notausgang offen.

Vorziehen doch unmöglich
Geplant wäre eigentlich gewesen, diesen Teil der Bauarbeiten in den sonnenarmen Wintermonaten durchzuführen. «Auf die Arbeiten haben wir als Schule sehr beschränkt Einfluss», sagt Rektor Marcello Indino. Die Gebäude gehören nicht der Schule selbst, sondern dem kantonalen Hochbauamt, das also auch die Bauarbeiten leitet. Die Schulleitung sei sehr dankbar und froh, dass die Gebäudefassade saniert werde. Dies habe nicht nur optische Gründe (die Fassade werde dadurch regelmässiger und mache einen vollwertigeren Eindruck), sondern auch die Isolation sollte nach über 25 Jahren wieder einmal überprüft werden.
Lange habe man Hoffnung gehabt, dass es schneller vorwärtsgehen würde und man die dritte Etappe vorziehen könnte. «Man ist dann aber langsamer vorangekommen als geplant. Das liegt vor allem am Fachkräftemangel und an den Temperaturen: Diese dürfen für die Fassadenarbeit weder zu tief noch zu hoch sein», erklärt Indino und hofft nun auf schnellen Fortschritt. «Eine Baustelle, die das Gelände beschränkt, hat man natürlich nicht gerne, aber man muss damit leben.» Er könne verstehen, dass es von aussen unsinnig wirke, den Innenhof grossflächig zu sperren. Auch wenn beispielsweise für Laien nicht sichtbar viel passiere, sei die Arbeit planerisch und sicherheitstechnisch oft komplexer, als man denke. «Ich bin auf Fachleute angewiesen. Wir haben regelmässige Sitzungen, um die Fortschritte oder Probleme zu besprechen.»

Fenster sind wieder frei
Mit dem Abschluss der aktuellen Arbeiten könne man hoffentlich in den letzten Wochen des Semesters rechnen. «Wenn es gut läuft, haben wir die Terrasse sogar den ganzen Monat vor den Sommerferien», sagt Indino. Der Plan sei, Ende Mai die Arbeiten in diesem Bereich abzuschliessen, also nach den Pfingstferien. Bereits in den Frühlingsferien konnte das Gerüst auf der Bahnhofseite des C-Gebäudes stark zurückgebaut werden, sodass jetzt dort die Fenster wieder geöffnet werden können, was nicht nur angesichts der steigenden Temperaturen eine Erleichterung ist. Die Parkplätze beim C-Gebäude sind ebenfalls wieder nutzbar.
Blick in die Zukunft
Wenn die Fassadensanierung abgeschlossen ist, könnte es bautechnisch noch etwas weitergehen. Möglicherweise werden die Schirme aus dem Aussenschulzimmer auf die Terrasse verschoben. Diese sollen Schatten bieten und den Ort so in den heissen Monaten attraktiver machen. Das Aussenschulzimmer könnte man dann an einem anderen Ort und mit anderer Beschattung platzieren.

Ein weiteres Projekt, das die KSK seit Jahren verfolgt, ist die Begrünung und Beschattung des Innenhofs. Dabei soll die Förderung der Biodiversität weiter in den Vordergrund rücken. «Sollte die Innenhofumgestaltung realisiert werden, wäre diese vermutlich erst im Jahr 2027 vollendet», sagt Indino. Die Sanierung der vierten Seite des C-Gebäudes wird voraussichtlich spätestens im Frühling 2027 fertig. Dann wird der Kran entfernt und der Innenhof hoffentlich wieder stärker nutzbar.

