Die Schülerinnen- und Schülerorganisation (SO) der KSK betreibt Schulpolitik im Interesse der Schülerinnen und Schüler und ist gleichzeitig verantwortlich für Anlässe wie den Kantiball oder den Besuch des Samichlaus. Beim Besuch im Parlament und einem anschliessenden Gespräch zeigt sich, wie die Arbeit der SO funktioniert.
Michael Volkart
Im gegenwärtigen SO-Präsidium sitzen mit Anastasiia Diordiieva und Zoé Olsen gleich zwei Vertreterinnen aus den vierten Klassen, während die dritten Klassen durch Efe Tolukan und die ersten Klassen durch Lucas Ferrao vertreten werden. Auf die Frage, warum sie sich für die SO-Arbeit entschieden haben, antworten die vier Personen unterschiedlich. Einerseits gehe es um Interessenvertretung. Durch den Austausch im Parlament und die Teilnahme am Konvent sei es möglich, die Ansichten und Anliegen der Schülerinnen und Schüler möglichst breit abgestützt zu repräsentieren und zu ihrer Umsetzung beizutragen. Die zwei Stimmen im Konvent seien dabei zwar numerisch nicht ausschlaggebend, doch habe die SO eine bedeutende «Soft Power» durch die Möglichkeit, bei Entscheidungen im Konvent mitzudiskutieren. Auf der anderen Seite ist die SO-Arbeit auch durch persönliche Motive begründet, wie Lucas im Gespräch betont: «Ich arbeite in der SO mit, damit ich sehen kann, was ich selbst in der Schule bewirken kann.» Anastasiias Motive sind ebenfalls persönlicher Art: «Ich bin dankbar dafür, die KSK besuchen zu können und möchte der Schule etwas zurückgeben.»
Das Parlament
Im monatlich stattfindenden SO-Parlament trifft sich das SO-Präsidium mit den Klassenchefs und Klassenchefinnen der ganzen Schule. Dabei werden schulpolitische Fragen diskutiert und Stellungnahmen für den Konvent vorbereitet. Neben dieser eher politischen Ebene stehen aber auch organisatorische Fragen auf dem Plan. So zeichnet sich die SO beispielsweise für das jährlich stattfindende Ski-Weekend verantwortlich. Ohne die SO wären solche Anlässe nicht möglich, wie Zoé betont: «Es braucht die SO organisatorisch, für Anlässe wie den Kantiball oder das Ski-Weekend. Die SO kann mit den Semesterbeiträgen der Schülerinnen und Schüler vieles finanzieren.» Aktuell hat die SO gar einen grösseren Überschuss erwirtschaftet und ist auf der Suche nach neuen Projektideen.

Lust und Frust der SO-Arbeit
Die SO-Arbeit ist zwar durch Statuten geregelt, doch das aktuelle SO-Präsidium will sich davon nicht zu sehr einengen lassen.. Im Gespräch betonen sie, dass es in der SO weder eine Hierarchie noch – von Parlament, Schulleitungssitzung und Konvent abgesehen – fixe Sitzungstermine gebe. Das schmälere den Austausch aber nicht, denn fast täglich gebe es in den Pausen neue Fragen zu besprechen. Die Arbeit im SO-Präsidium erfordert also einige zeitliche Ressourcen, doch dies werde durch die Erfolgsmomente, wie die Durchführung eines gelungenen Anlasses, aufgewogen. Wie Efe betont, sind aber auch solche Anlässe oft ambivalent, denn wenn es an einem Anlass zu einem Zwischenfall komme, stehe die SO dafür in der Verantwortung.
Einig sind sich alle vier Personen im Präsidium, dass die SO für die Interessenvertretung der Schülerinnen und Schüler der KSK essenziell ist. Als bündelnde Kraft habe man einfach mehr zu sagen, wie Zoé betont: «Schulleitung und Lehrpersonen begegnen uns auf Augenhöhe und nehmen unsere Anliegen ernst.» Es bleibt somit zu hoffen, dass die durch den bevorstehenden Schulaustritt von Anastasiia und Zoé hervorgerufenen Vakanzen im nächsten Schuljahr bald geschlossen werden können.