Der Verein Re-Member KSK hat am Freitag, den 9. Januar KSK-Absolventinnen und Absolventen mit diesjährigen Maturandinnen und Maturanden beim Kick-off des Mentoring-Programms zusammengebracht.
Carina Lukosch
Fabienne Stauffer, Präsidentin des Vereins, eröffnet mit einem Lächeln den gemeinsamen Abend und gibt einem Ausblick auf das, was die Teilnehmenden erwarten wird. Dass es an diesem Abend und beim Mentoring-Programm ganz generell nicht nur um Unterstützung bei der Wahl der Studienrichtung geht, ist ihr dabei wichtig. Der Wunsch sei vielmehr, eine Plattform für eine nachhaltige Beziehung zwischen Mentor oder Mentorin und Maturand oder Maturandin aufzubauen.

Studiengang «randomly» gefunden
Leonard, Matura 2012, findet die Idee klasse und erinnert sich, seinen Studiengang eher «randomly» gefunden zu haben. Weniger zufällig habe sich der Developer Technology Engineer dann für Auslandsaufenthalte in Hongkong und den USA entschieden. Er erzählt, wie sehr er das Studium in verschiedenen Kulturen genossen habe und dann für ein Praktikum wieder zurück in die Schweiz gekommen und schliesslich geblieben sei. Auch die anderen Ehemaligen heben den Blick über den Tellerrand, beispielsweise, um in der Karibik Dialekte zu erforschen, als besonders positive und wertvolle Erfahrung hervor, von der sie sehr profitiert hätten. Mittlerweile sind sie überwiegend wieder in den Dunstkreis der Schule zurückgekehrt.
Erster Laptop-Jahrgang
Je intensiver die Austauschrunden werden, um so mehr Erinnerungen kommen zurück. «Gab es den SO-Keller bei euch auch schon?», fragt Joey und schaut verschmitzt in die Runde. «Wir haben da heimlich Party gemacht; als SO-Präsident hatte ich den Schlüssel», grinst er. Die Frage nach der technischen Ausstattung wird wohl vom Blick auf den fix installierten Beamer ausgelöst. So viel Technik im Klassenzimmer gab es vor zehn bis fünfzehn Jahren noch nicht, geschweige denn Laptops, «wir hatten eine KSK-Mailadresse, that’s it.», erinnert sich Leonard. «Aber in Französisch, da hatten wir immer einen Fernseher, der war auf so einem Wagen», kommt es Miriam, die heute Reden für Politiker schreibt, wieder in den Sinn.
Schulzeit in guter Erinnerung
Die Ehemaligen sind sich einig, die Schulzeit war schön. Das habe sowohl an grosszügigen Räumen, wie beispielsweise der Bibliothek, gelegen, weil man da lernen oder einfach mal «umehänge» konnte, denkt Marius, der sich mittlerweile mit Steuerrekursen beschäftigt, zurück. Auch die Sprachaufenthalte nehmen die Ehemaligen als einzigartig wahr und ergänzen, dass die Schulzeit auch wegen der Menschen in so guter Erinnerung geblieben sei. Viele träfen sich noch heute im ehemaligen Klassenverband mit ihren Lehrpersonen, weiss Sebastian Ehm, ebenfalls Vorstandsmitglied des Vereins, zu berichten. Dass die Schulzeit eine gute Zeit sei, bemerke man oft wohl erst im Nachhinein, ergänzt Marius.

Für den Matura-Jahrgang 2026 sind es andere Themen und ein anderer Blick, einer, der nicht zurück, sondern nach vorne geht. Zukunftsvorstellungen werde angesprochen, mögliche Wege zur Uni werden diskutiert «Meine Oma wohnt in Solothurn, da könnte ich pendeln», überlegt Zaira. Die Frage, wo und mit wem man im Studium wohnt, ist zentral, «WG zu neunt, ich glaube, das ist mir too much», sind sie sich einig. Wo es nach der Matura hingeht – ob in ein Studium und wenn ja, in welches – ist noch nicht für alle klar. Umso wertvoller sind Mentorinnen und Mentoren, die vor kürzerer oder längerer Zeit vor genau denselben Fragen standen und nun unterstützen können.

