{"id":1438,"date":"2022-03-23T08:32:59","date_gmt":"2022-03-23T08:32:59","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.ksk.ch\/?p=1438"},"modified":"2022-03-24T08:13:12","modified_gmt":"2022-03-24T08:13:12","slug":"aus-steinwueste-wird-insekten-paradies","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.ksk.ch\/index.php\/2022\/03\/23\/aus-steinwueste-wird-insekten-paradies\/","title":{"rendered":"Aus Steinw\u00fcste wird Insekten-Paradies"},"content":{"rendered":"\n<p>P\u00fcnktlich zum Fr\u00fchlingsanfang wurde die AG Klima im Innenhof t\u00e4tig. Der ungenutzte Steingarten vor dem A-Geb\u00e4ude ist einer mehrteiligen Fl\u00e4che gewichen, die unz\u00e4hligen Insekten, Molchen und vielleicht bald Eidechsen Lebensraum bietet. Zudem steht neu ein Wildbienenhotel in der zentralen Ruderalfl\u00e4che.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/ToC-2022-009-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1443\" width=\"840\" height=\"472\" srcset=\"https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/ToC-2022-009-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/ToC-2022-009-300x169.jpg 300w, https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/ToC-2022-009-768x432.jpg 768w, https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/ToC-2022-009-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/ToC-2022-009-2048x1152.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 840px) 100vw, 840px\" \/><figcaption>Aus zwei Mulden wird Sand und Aushubmaterial in die Bodennist-Bereiche gebracht. (Corina Tobler) <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><em>Corina Tobler<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Schaufeln, Schleppen, Schubkarren stossen: So eine Aktion zur F\u00f6rderung der Biodiversit\u00e4t ist harte Arbeit. Tonnenweise Material gilt es an diesem Montag und Dienstag zu transportieren. Da ist zum einen der Bau von Steinmauern, die den neuen Lebensraum umrahmen und unterteilen. Dieser nimmt Stunden in Anspruch. Annika Fischer versucht mit Biochemie-Lehrerin Sibylle Engeler geduldig, aus den Gneis- und Sandsteinbrocken sowie dem Schiefer des bislang ungenutzten Steingartens eine stabile Mauer zu formen, w\u00e4hrend Aaron Gonzalez de la Cruz und Simone Petracca die Steine zu ihnen schleppen. &#171;Es ist ein bisschen wie Tetris oder Lego spielen &#8211; mit schlecht passenden und teils sehr schweren Teilen&#187;, meint Annika, w\u00e4hrend sie eine L\u00fccke schliesst. Die Steinmauern werden diversen Lebewesen Platz bieten, vor allem Ameisen, Spinnen und hoffentlich dereinst Eidechsen. Eine Maus lebt bereits in der Steinmauer.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"576\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/ToC-2022-008-576x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1442\" srcset=\"https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/ToC-2022-008-576x1024.jpg 576w, https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/ToC-2022-008-169x300.jpg 169w, https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/ToC-2022-008-768x1365.jpg 768w, https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/ToC-2022-008-864x1536.jpg 864w, https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/ToC-2022-008-1152x2048.jpg 1152w, https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/ToC-2022-008-scaled.jpg 1440w\" sizes=\"(max-width: 576px) 100vw, 576px\" \/><figcaption>Stabilit\u00e4t suchen: Der Bau der letzten Steinmauern ist herausfordernd. (Corina Tobler)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zehn Kubikmeter f\u00fcr Bodennister<\/h2>\n\n\n\n<p>&#171;Die Post ist unterwegs, Lieferung kommt!&#187; Mit Anlauf und stets einem lockeren Spruch nimmt Andrin Gessler die Rampe \u00fcber die Steinmauer mit voller Schubkarre in Angriff, w\u00e4hrend Rudolf Ernst und Sevrin Br\u00fcllmann unerm\u00fcdlich Sand von der Mulde in die Karren schaufeln. Sieben Kubikmeter Sand und drei Kubikmeter Aushubmaterial m\u00fcssen aus zwei Baumulden transportiert und in den neu geschaffenen Hohlr\u00e4umen zwischen den Steinmauern vermischt und verdichtet werden. Diese sandigen Fl\u00e4chen sind ideale Nistpl\u00e4tze f\u00fcr sogenannte Bodennister und weitere Tiere. Dazu geh\u00f6ren vor allem bodennistende Bienenarten (z.B. Seidenbiene) aber auch Grabwespen, Wildwespen (beide werden oft gar nicht als Wespen erkannt und sind komplett ungef\u00e4hrlich), Ameisenl\u00f6wen, Heuschrecken und diverse Fliegenarten. Weitere Lebensr\u00e4ume sind zwischen den von Steinmauern umrahmten Sandfl\u00e4chen zu finden. &#171;In den n\u00e4chsten Tagen und Wochen s\u00e4en wir bereichsweise noch anspruchslose Pflanzen an. Im Bereich nahe des Eingangs pflanzen wir zum Beispiel Str\u00e4ucher als Nahrungsgrundlage f\u00fcr die Bodenbewohner&#187;, erkl\u00e4rt Biochemie-Lehrerin Annika J\u00e4ger. Unter den Fl\u00e4chen \u00fcberwinterten bereits Molche, die hier somit auch ein Habitat finden.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"576\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/ToC-2022-006-576x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1444\" srcset=\"https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/ToC-2022-006-576x1024.jpg 576w, https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/ToC-2022-006-169x300.jpg 169w, https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/ToC-2022-006-768x1365.jpg 768w, https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/ToC-2022-006-864x1536.jpg 864w, https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/ToC-2022-006-1152x2048.jpg 1152w, https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/ToC-2022-006-scaled.jpg 1440w\" sizes=\"(max-width: 576px) 100vw, 576px\" \/><figcaption>Sevrin und Rudolf schaufeln fleissig Aushubmaterial aus der Mulde. (Corina Tobler)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kleine Tierchen, grosse Wirkung<\/h2>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die intensive Arbeit, f\u00fcr die in den vergangenen Wochen diverse Vorbereitungen in- und ausserhalb des Unterrichts erledigt wurden, opfern Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler sowie Lehrpersonen aus der AG Klima mit weiteren Freiwilligen ihre unterrichtsfreien Tage w\u00e4hrend der m\u00fcndlichen Aufnahmepr\u00fcfungen &#8211; und nehmen eine grosse Portion Muskelkater in Kauf. Mit von der Partie ist auch Experte Dr. Felix Fornoff, der an der Albert-Ludwigs-Universit\u00e4t Freiburg in der Professur f\u00fcr Naturschutz und Landschafts\u00f6kologie t\u00e4tig ist. Er hat bei der Planung des Projekts mitgeholfen und streicht heraus, weshalb der Einsatz f\u00fcr die Insekten wichtig ist. &#171;Diese Aktion ist sehr wertvoll. Im Bereich des Steingartens liegt der einzige Bodenbereich im Innenhof der KSK, der locker genug f\u00fcr bodennistende Insekten ist. Diese wiederum sollten wir unbedingt f\u00f6rdern, da sie zahlreich sind und enorm zur Biodiversit\u00e4t beitragen&#187;, so Fornoff. Grund daf\u00fcr ist, dass Insekten eine wichtige Basis in der Nahrungskette f\u00fcr weitere Arten sind, etwa andere Insekten, Amphibien oder V\u00f6gel.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"663\" src=\"https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/ToC-2022-007-1024x663.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1441\" srcset=\"https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/ToC-2022-007-1024x663.jpg 1024w, https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/ToC-2022-007-300x194.jpg 300w, https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/ToC-2022-007-768x497.jpg 768w, https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/ToC-2022-007-1536x994.jpg 1536w, https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/ToC-2022-007-2048x1326.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Lynn und Martina beim Bef\u00fcllen des Wildbienenhotels auf der Ruderalfl\u00e4che. (Corina Tobler)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Gerade im Fr\u00fchling sind Insekten noch aus einem zweiten Grund zentral f\u00fcr den Erhalt der Biodiversit\u00e4t: Ihre Best\u00e4ubungsleistung tr\u00e4gt zur Fortpflanzung der Flora bei. Dies kann neu auch von der zentralen Ruderalfl\u00e4che im Innenhof aus geschehen. Dort wird das Wildbienenhotel montiert und bef\u00fcllt, dessen Rahmen Sch\u00fcler zusammen mit Jerome Roser, Leiter Hausdienst, in den vergangenen Wochen gebaut haben. Lynn N\u00fcesch, Martina Bittner und Vivienne Rose verarbeiten geduldig und gut gelaunt Schilfrohre und verschiedene H\u00f6lzer, die in den K\u00e4sten den Wildbienen als Nistpl\u00e4tze dienen werden. Das Hotel ist so konzipiert, dass Neugierige sich in dessen Mitte stellen k\u00f6nnen. Ist das nicht gef\u00e4hrlich? &#171;Kein bisschen! Jegliche Angst ist unbegr\u00fcndet, denn Wildbienen stechen nicht, genau wie die Bodennister&#187;, sagt Felix Fornoff. Er selbst sei trotz jahrelanger Feldarbeit mit Insekten noch kein einziges Mal gestochen worden. Die ersten gefl\u00fcgelten Besucher, die das neue Angebot auskundschaften, best\u00e4tigen dies jedenfalls. Also: Sobald k\u00fcnftig im Fr\u00fchling w\u00e4hrend einem bis zwei Monaten die Wildbienen fliegen, heisst es: Freiwillige vor!<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"642\" src=\"https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/ToC-2022-011-1024x642.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1448\" srcset=\"https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/ToC-2022-011-1024x642.jpg 1024w, https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/ToC-2022-011-300x188.jpg 300w, https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/ToC-2022-011-768x482.jpg 768w, https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/ToC-2022-011-1536x964.jpg 1536w, https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/ToC-2022-011-2048x1285.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Das neue, nachhaltige Bodennister-Paradies. Begr\u00fcnung in einzelnen Zonen folgt. (Corina Tobler) <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Mensa-Angebot wird vegetarischer<\/h2>\n\n\n\n<p>Auf viele Freiwillige hofft die AG Klima \u00fcbrigens auch in der Mensa. Bereits seit einigen Wochen gibt es n\u00e4mlich dort einmal pro Woche einen Vegitag &#8211; dieser wurde auf Initiative der AG und von Rektor Marcello Indino in Zusammenarbeit mit der Campus-Mensa eingef\u00fchrt. Statt eines Fleisch- und eines vegetarischen Men\u00fcs gibt es einmal pro Woche zwei vegetarische Men\u00fcs, die Hungrige s\u00e4ttigen. Mit einem reduzierten Fleischkonsum lassen sich CO<sub>2<\/sub>-Emissionen merklich verringern. &#171;Es w\u00e4re toll, wenn viele Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler auch am Vegitag in der Mensa essen w\u00fcrden &#8211; und vielleicht generell das eine oder andere Mal auf Fleisch verzichten&#187;, sagen Louisa Strauss und Clara Eigenberger, die am Dienstag Informationsplakate an die Wand im Foyer A-B h\u00e4ngen. Die neu gestaltete Wand &#8211; die Banksy-Figur haben vor einem Jahr auch Mitglieder der AG Klima erstellt &#8211; weist in den kommenden Wochen auf den Vegitag und die Vorteile eines reduzierten Fleischkonsums hin.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/ToC-2022-010-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1449\" srcset=\"https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/ToC-2022-010-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/ToC-2022-010-300x169.jpg 300w, https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/ToC-2022-010-768x432.jpg 768w, https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/ToC-2022-010-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/ToC-2022-010-2048x1152.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Die Banksy-Wand im Foyer A-B weist auf den neuen Vegitag in der Mensa hin. (Corina Tobler)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>P\u00fcnktlich zum Fr\u00fchlingsanfang wurde die AG Klima im Innenhof t\u00e4tig. 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