{"id":2181,"date":"2022-12-23T08:14:04","date_gmt":"2022-12-23T08:14:04","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.ksk.ch\/?p=2181"},"modified":"2022-12-23T08:15:27","modified_gmt":"2022-12-23T08:15:27","slug":"wie-viel-ist-zu-viel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.ksk.ch\/index.php\/2022\/12\/23\/wie-viel-ist-zu-viel\/","title":{"rendered":"Wie viel ist zu viel?"},"content":{"rendered":"\n<p>Zu lernen, ein gewisses Mass an Stress auszuhalten, ist als Lebensschule und f\u00fcr den sp\u00e4teren Studienalltag durchaus hilfreich. Dennoch stellte sich die Sch\u00fcler- und Lehrerschaft beim Thema Belastung schon l\u00e4nger gemeinsam die Frage: Ist weniger nicht mehr?<\/p>\n\n\n\n<p><em>Daniel Hurtado<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Letztlich war die Diagnose klar: Die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der Kantonsschule Kreuzlingen leiden punktuell unter hoher Belastung. Das zeigten Vernehmlassungen anl\u00e4sslich des Politiktages 2021, wo die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler besonders die Hausaufgabenmenge und die Pr\u00fcfungsverteilung als Indikatoren daf\u00fcr anf\u00fchrten. Auch die letzte externe <a href=\"https:\/\/www.ifes-ipes.ch\/ueber-das-ifes-ipes\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">ifes-Evaluation<\/a> best\u00e4tigte davor den subjektiven Eindruck, dass gerade die ungleiche Verteilung der Pr\u00fcfungen \u00fcbers Semester hinweg belastend wirken kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Pr\u00fcfungen sorgen \u00fcbrigens nicht nur bei den Klassen geh\u00f6rig f\u00fcr Stress, sondern auch bei den Lehrpersonen. Die Weiterbildungstage des Kollegiums zum Thema Salutogenese 2019 belegten, dass das Kollegium selbst ebenso tangiert ist.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"966\" src=\"https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/ToC-2022-002-2-1024x966.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2192\" srcset=\"https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/ToC-2022-002-2-1024x966.jpeg 1024w, https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/ToC-2022-002-2-300x283.jpeg 300w, https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/ToC-2022-002-2-768x724.jpeg 768w, https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/ToC-2022-002-2.jpeg 1440w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Auch am zweiten Weiterbildungstag 2022 wurde intensiv nach L\u00f6sungen gesucht. (Corina Tobler)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Seither ist an L\u00f6sungen f\u00fcr das Problem gearbeitet worden. Namentlich an zwei Weiterbildungstagen 2022 haben das Kollegium und die Qualit\u00e4tssicherungsgruppe konkrete Massnahmen in drei Bereichen erarbeitet, um die Situation zu verbessern. Mit dem Dezemberkonvent ist dieses Konzept nun in Kraft und wird schon im Fr\u00fchlingssemester 2023 umgesetzt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Bereich Pers\u00f6nlichkeitsbildung<\/h2>\n\n\n\n<p>Belastung h\u00e4ngt an einer Schule selbstverst\u00e4ndlich stark mit der Anzahl Pr\u00fcfungen zusammen. Dennoch spielen pers\u00f6nliche Aspekte eine grosse Rolle dabei, wie viele Pr\u00fcfungen f\u00fcr jemanden denn wirklich zu viele sind. Beispielsweise die richtigen Lern- und Arbeitstechniken oder ein effizientes Zeitmanagement sind enorm hilfreich.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Unterst\u00fctzung der bereits bestehenden Angebote wie dem MyDay oder den Lerncoachings von Nina Schwab werden in Zukunft weitere Module geschaffen, mit denen die Klassenlehrpersonen arbeiten k\u00f6nnen. Belastung l\u00e4sst sich zwar nicht g\u00e4nzlich vermeiden \u2013 es kann aber ein gesunder Umgang damit erlernt werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Bereich selbst\u00e4ndige Arbeit<\/h2>\n\n\n\n<p>Neben den omnipr\u00e4senten Pr\u00fcfungen pr\u00e4gen auch Projekte und andere selbst\u00e4ndige l\u00e4ngerfristige Arbeiten den Lernalltag der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler. Neu werden diese oft intensiven Arbeitsphasen an den Klassenkonferenzen unter den verschiedenen Fachlehrpersonen koordiniert. Dabei streben die Lehrpersonen aus der Sicht der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler eine m\u00f6glichst gleichm\u00e4ssige Verteilung \u00fcber das Semester hinweg an.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Bereich Pr\u00fcfungsverteilung<\/h2>\n\n\n\n<p>Wie die intensiven und durchaus selbstkritischen Diskussionen im Konvent und an den Weiterbildungstagen gezeigt haben, bildet der Aspekt \u00abPr\u00fcfungsverteilung\u00bb sowohl f\u00fcr die Sch\u00fclerorganisation SO als auch f\u00fcr die Lehrerschaft den Kern der Belastungsthematik. Es waren sich rasch alle beteiligten Parteien einig, dass es in Zukunft keine so grossen Belastungsspitzen wie jetzt mehr geben darf.<\/p>\n\n\n\n<p>Um dieses Ziel zu erreichen, sind neu h\u00f6chstens noch zwei Pr\u00fcfungen pro Woche zul\u00e4ssig. In den h\u00f6heren Jahrg\u00e4ngen k\u00f6nnen punktuell Pr\u00fcfungen aus dem Schwerpunkt- oder Erg\u00e4nzungsfach dazukommen. Im Vergleich zur g\u00e4nzlich unlimitierten gegenw\u00e4rtigen Situation stellt das neue Konzept eine immense Verbesserung in diesem entscheidenden Punkt dar.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wie weiter?<\/h2>\n\n\n\n<p>Bereits im kommenden Fr\u00fchlingssemester werden die neuen Massnahmen in einer Pilotphase erstmals umgesetzt. Die Qualit\u00e4tssicherungsgruppe wird dieses Semester gemeinsam mit den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern evaluieren. Danach wird sich zeigen, welche Anpassungen am Konzept allenfalls noch n\u00f6tig sind. Eines ist aber jetzt schon klar: Die getroffenen Massnahmen sind einschneidend und zeigen, dass der Worte nun genug gewechselt sind. Sch\u00fcler- und Lehrerschaft wollen nun gemeinsam Taten sehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu lernen, ein gewisses Mass an Stress auszuhalten, ist als Lebensschule und f\u00fcr den sp\u00e4teren Studienalltag durchaus hilfreich. 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