{"id":4734,"date":"2026-02-17T13:43:42","date_gmt":"2026-02-17T13:43:42","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.ksk.ch\/?p=4734"},"modified":"2026-02-17T13:43:42","modified_gmt":"2026-02-17T13:43:42","slug":"einmal-theater-zum-mitnehmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.ksk.ch\/index.php\/2026\/02\/17\/einmal-theater-zum-mitnehmen\/","title":{"rendered":"Einmal Theater zum Mitnehmen"},"content":{"rendered":"\n<p>In ihrer ersten Auff\u00fchrung hat sich die neue KSK-Theatergruppe den Dramen Friedrich Schillers angenommen und diese in furioser Weise zum Leben erweckt.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Michael Volkart<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">In der als \u00abSchiller to go\u00bb betitelten Inszenierung setzte sich der neue Freikurs Theater unter der Regie von Lukas Krej\u010d\u00ed das k\u00fchne Ziel, neun Dramen Friedrich Schillers in einen einzigen Theaterabend zu verpacken \u2013 ein Ziel, das die vier Freikurssch\u00fclerinnen auf der B\u00fchne der KSK-Werkaula in sehr unterhaltsamer Weise umzusetzen vermochten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Vorbereitungen f\u00fcr die Inszenierung starteten vor rund einem Jahr, im Fr\u00fchlingssemester 2025. Die Grundidee des St\u00fccks bestand darin, so Lukas Krej\u010d\u00ed, einen kurzweiligen, dem heutigen Zeitgeist entsprechenden Einblick in Schillers Werk zu geben. \u00abNormalerweise nimmt ein Werk Schillers einen ganzen Abend ein, doch in unserem St\u00fcck wird es konzentriert zusammengefasst.\u00bb Dass Texttreue dabei nicht im Mittelpunkt steht, versteht sich von selbst. Im Theaterst\u00fcck \u00abto go\u00bb gehe es eher darum, dass die Zuschauerinnen und Zuschauer am Schluss ein St\u00fcck Schiller mit nach Hause nehmen k\u00f6nnten, so Krej\u010d\u00ed: \u00abMan kann am Schluss keine Mind-Map der Figuren aus <em>Die R\u00e4uber <\/em>erstellen, aber man erkennt, dass alle Figuren am Schluss tot sind oder dass es dramatisch wird. Dabei gewinnt man einen Eindruck von Schillers Pathos, seinen verschiedenen Schaffensphasen und dem Leidensdruck der Figuren.\u00bb<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/IMG_6800-2-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4741\" srcset=\"https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/IMG_6800-2-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/IMG_6800-2-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/IMG_6800-2-768x512.jpg 768w, https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/IMG_6800-2-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/IMG_6800-2-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Lukas Krej\u010d\u00ed leitet seit drei Semestern das Freifach \u00abTheater\u00bb an der KSK. (Julia Heier)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kreative Neuinterpretationen<\/h2>\n\n\n\n<p>Das Ensemble, das die Ideen auf der B\u00fchne umsetzte (Sara M\u00e4der und Isabell Schrittwieser aus der 27Mc, Ladina Faas aus der 26Mc und Emmy Palo aus der 26Mz), stand also vor einer grossen Aufgabe, doch es meisterte diese in bravour\u00f6ser Weise. In kreativen Szenen in wechselnden Formen wurde den Zuschauerinnen die Essenz von fr\u00fchen St\u00fccken wie \u00abDie R\u00e4uber\u00bb und \u00abKabale und Liebe\u00bb bis hin zu Sp\u00e4twerken wie \u00abDie Jungfrau von Orl\u00e9ans\u00bb und \u00abWilhelm Tell\u00bb vermittelt. Schillers Pathos wurde dabei in humorvoller Weise interpretiert. So wurden mittels Strichliste an der Wand die Todesf\u00e4lle (zum Schluss waren es ann\u00e4hernd hundert) notiert, die auftretenden Figuren wurden im erz\u00e4hlenden Kommentar zu \u00abDudes\u00bb und \u00abSidechicks\u00bb erkl\u00e4rt und es wurden H\u00f6rspiele und ein Kahoot-Quiz in das Theater eingebaut.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/IMG_6765-2-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4744\" srcset=\"https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/IMG_6765-2-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/IMG_6765-2-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/IMG_6765-2-768x512.jpg 768w, https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/IMG_6765-2-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/IMG_6765-2-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Isabelle Schrittwieser und Sara M\u00e4der in Schillers \u00abDie R\u00e4uber\u00bb. (Julia Heier)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Ein Leitmotiv f\u00fcr die Inszenierung wurde im Verlauf der Auff\u00fchrung explizit ge\u00e4ussert: \u00abJe epischer das Werk, desto radikaler die K\u00fcrzung.\u00bb Besonders deutlich erkennbar wurde dies bei der kurzen Szene zu \u00abWallenstein\u00bb. W\u00e4hrend klassische \u00abWallenstein\u00bb-Inszenierungen mehrere Abende f\u00fcllen k\u00f6nnen, diente das St\u00fcck hier als Grundlage f\u00fcr ein gemeinsames Lied, das zum Abschluss des Abends mit dem Publikum gesungen wurde.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/DSC01095-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4742\" srcset=\"https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/DSC01095-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/DSC01095-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/DSC01095-768x512.jpg 768w, https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/DSC01095-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/DSC01095-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die vier Schauspielerinnen inszenierten Schillers Theaterst\u00fccke mit Hingabe. (Daniel Hurtado)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das Lernen der Texte hat es in sich<\/h2>\n\n\n\n<p>Mit der Auff\u00fchrung des Theaterst\u00fccks endete eine lange und vor allem zum Schluss auch intensive Phase der Vorbereitung, wie die involvierten Sch\u00fclerinnen berichten. Theaterspielen mache zwar Spass, aber vor allem das Auswendiglernen der Texte sei mit viel Aufwand verbunden, betont Ladina. Zudem m\u00fcsse man sich in viele verschiedene Rollen hineindenken und die Verk\u00f6rperung dieser Figuren ein\u00fcben. Eine weitere Herausforderung bestehe in der Komik einzelner Szenen: \u00abManchmal ist es schwierig, auf der B\u00fchne ernst zu bleiben, weil gewisse Szenen auch absurd sind.\u00bb \u00c4hnlich wie f\u00fcr Ladina war auch f\u00fcr Emmy das Auswendiglernen der Texte die gr\u00f6sste Aufgabe. Dar\u00fcber hinaus brauche auch das Auftreten auf einer B\u00fchne \u00dcberwindung: \u00abVor einem Publikum einen anderen Menschen zu verk\u00f6rpern, geh\u00f6rt nicht zu den Dingen, die man im Alltag macht \u2013 doch es macht auch grossen Spass\u00bb, betont Emmy.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/IMG_6995-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4743\" srcset=\"https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/IMG_6995-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/IMG_6995-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/IMG_6995-768x512.jpg 768w, https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/IMG_6995-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/blog.ksk.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/IMG_6995-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">\u00abMaria Stuart\u00bb @ KSK (Julia Heier)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Mit dem Theaterst\u00fcck \u00abSchiller to go\u00bb hat die Theatergruppe mit einer Mischung aus Ernst und Ironie, verbunden mit grosser Spielfreude, gezeigt, wie das Werk Friedrich Schillers heutzutage interpretiert werden kann. F\u00fcr weitere Inszenierungen freut sich die Gruppe \u00fcber Nachwuchs. Die Anmeldung wird im Zuge der n\u00e4chsten Freikursausschreibung im Fr\u00fchling 2026 wieder m\u00f6glich sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In ihrer ersten Auff\u00fchrung hat sich die neue KSK-Theatergruppe den Dramen Friedrich Schillers angenommen und diese in furioser Weise zum Leben erweckt. Michael Volkart In&hellip;<\/p>\n<p> <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/blog.ksk.ch\/index.php\/2026\/02\/17\/einmal-theater-zum-mitnehmen\/\">Read more<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":41,"featured_media":4746,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":{"0":"post-4734","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-allgemein"},"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-04-12 19:28:43","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.ksk.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4734","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.ksk.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.ksk.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.ksk.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/41"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.ksk.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4734"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/blog.ksk.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4734\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4747,"href":"https:\/\/blog.ksk.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4734\/revisions\/4747"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.ksk.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4746"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.ksk.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4734"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.ksk.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4734"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.ksk.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4734"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}